Prof.in Ruth Noack

Kunst und Öffentlichkeit

Ruth Noack (1964) ist Kuratorin, Kunsthistorikerin, Autorin und Lehrende – tätig in diesen Feldern seit Anfang der 1990er Jahre. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die documenta 12 (2007), die sie gemeinsam mit Roger M. Buergel kuratierte. Von 2019 bis 2021 leitete sie The Corner at Whitman-Walker in Washington, D.C., ein Kunstzentrum an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, lokaler Community und Gesundheitsversorgung. Zu jüngeren Ausstellungen zählen eine Einzelausstellung mit Zhang Kunkun am Long Museum in Shanghai sowie Eccentric Peripheries für Trieste Contemporanea (2023). Ihre Ausstellungsreihe Sleeping with a Vengeance, Dreaming of a Life war zwischen 2018 und 2020 in Athen, Prag, Peking und am Württembergischen Kunstverein Stuttgart zu sehen.

Noack ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Essays zu Kunst und Theorie; sie verfasste eine Monographie zu Sanja Ivekovic und gab einen Band über Museen im Zeitalter der Migration heraus. Sie organisierte mehrere internationale Symposien und hält seit über dreißig Jahren weltweit Vorträge. Seit 2000 lehrt sie an Universitäten und Kunstakademien: Als Head of Curating Contemporary Art am Royal College of Art in London ebenso wie als Klassenleiterin am Dutch Art Institute in Arnhem; jüngste Gastprofessuren führten sie an die Bauhaus-Universität Weimar und die Städelschule Frankfurt.

Noack war Präsidentin der AICA Österreich und Mitglied internationaler Film- und Kunstjurys. Sie engagiert sich im Beirat der Lidice Art Collection sowie als Jurymitglied der Künstlerresidenz der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung – zwei Institutionen im östlichen Europa, die aus der historischen Verantwortung gegenüber den Verbrechen der Deutschen während des Nationalsozialismus hervorgegangen sind.

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